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Koffeinfreier Kaffee – Eine gesunde Alternative?

Koffeinfreier Kaffee gilt seit einigen Jahres als absolutes Trendthema. Der gewünschte Kaffeegeschmack bleibt erhalten, jedoch entfällt die aufputschende Wirkung des Koffeins. Doch ist koffeinfreier Kaffee tatsächlich so gesundheitsschonend, wie er beworben wird?

Kaffee ohne Koffein – Wie funktioniert das überhaupt?

Zur Herstellung von entkoffeiniertem Kaffee muss der Kaffeebohne vor der Röstung das Koffein entzogen werden. Frei von jeglichem Koffein muss der so entstandene Kaffee jedoch nicht sein: Laut EU-Richtlinien darf das Getränk bis zu 0,1% Koffein enthalten, um als koffeinfreier Kaffee bezeichnet zu werden.

Bleiben die positiven Eigenschaften von Kaffee erhalten?

Beim Konsum von koffeinfreien Kaffee bleibt die häufig unerwünschte aufputschende Wirkung aus. Jedoch werden klassischem Kaffee auch positive Auswirkungen attestiert. Kaffeetrinker leiden zufolge diverser Studien seltener an Diabetes, Herz-Kreiskauf-Erkrankungen oder Leberzierhosen.

Da dies jedoch weniger mit dem Koffein, sondern mit den im Kaffee enthaltenen Antioxidanten, zusammenhängt, kann auch entkoffeinierter Kaffee zu diesen wünschenswerten Wirkungen führen.

koffeinfreier Kaffee

Koffeinhaltiger Kaffee – Wenn die positiven Wirkungen ins Negative umschlagen

Voller Kaffeegeschmack, ganz ohne Koffein! Ein Blick auf die Nebenwirkungen vom klassischen Kaffee zeigt, wieso dies so wünschenswert ist. Der Konsum von Koffein kann zu einer verringerten Müdigkeit und einer Steigerung von Konzentration und Aufmerksamkeit beitragen. Bei einer zu hohen Koffeinzufuhr oder gar einer Koffeinunverträglichkeit kann Kaffee jedoch auch eine Reihe von körperlichen Beschwerden hervorrufen. Zittern, Schweißausbrüche, Herzrasen oder Magenprobleme sind einige der bekanntesten Beispiele.

Zudem kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen mit Medikamenten kommen. Personen, die unter Herzproblemen, einem empfindlichen Magen oder einem erhöhten Blutdruck leiden, wird von klassischem Kaffee abgeraten. Auch Frauen in der Schwangerschaft und in der Stillzeit wird empfohlen, auf Koffein zu verzichten.

Kaffee ohne Koffein – Worauf geachtet werden sollte

Für jeden, der Koffein nicht verträgt oder aus sonstigen Gründen darauf verzichten möchte, erscheint koffeinfreier Kaffee als eine optimale Lösung. Jedoch sollte bei der Wahl der Kaffeesorte das Herstellungsverfahren beachtet werden, welches zur Entkoffeinierung eingesetzt wird. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das erste Entkoffeinierungsverfahren erfunden. Das Koffein wurde den Bohnen dabei durch Salzwasser und Benzol entzogen. Aufgrund der Tatsache, dass Benzol mittlerweile als krebserregend eingestuft wurde, wurden alternative Methoden und Lösungsmittel entwickelt.

Empfehlungen zufolge gelten das Schweizer-Wasser-Prozess-Verfahren und das Kohlenstoffdioxid-Verfahren als besonders sicher, da bei diesen kein Dichlormethan zur Anwendung kommt. Auch der Einsatz des natürlichen Lösungsmittels Ethylacetet wird als sicher eingestuft.Generell sollte auf entkoffeinierte Kaffeesorten mit Bio-Siegel zurückgegriffen werden. Auch der Ausdruck „natürlich entkoffeinierter Kaffee“ ist ein guter Anhaltspunkt für eine Herstellungsweise ohne Dichlormethan.